Martin Grunenwald
Alain Desbrosses, Sascha Riegenring, Nadine Schechner
und Katrin Begolli (alle BSG Berliner Sparkasse)
sowie Bettina Radunz (RV Lichterfelde-Steglitz)

Auch diesmal Team der BSG Berliner Sparkasse am Start vom Radmarathon Rund um Berlin

Am 27. August 2017 sind Marathon-Neuling Murat, der erfahrene Holger sowie das komplette Velofondo-24h-Team, also Sascha, Nadine, Martin, Alain und Spartenleiter Alex als geschlossene Mannschaft der BSG Berliner-Sparkasse bei „Rund um Berlin“ an den Start gegangen.

Laut Regularien des BDR ist eine Streckenlänge von mindestens 200 km erforderlich, damit eine RTF als Radmarathon bezeichnet wird und 5 Punkte für eine erfolgreiche Teilnahme vergeben werden. Für gestandene Radsportler stellt eine solche Distanz keine unüberwindbare Hürde dar. Sie haben zu diesem Zeitpunkt der Saison bereits mehrere Langstreckenevents hinter sich gebracht und tauchen daher gelassen bei der Anmeldung auf.

Einstimmung am Start. Murat (vorne re.) wirkt ganz entspannt. Mit dabei wie im letzten Jahr Birgit (ganz li., vlnr folgen Nadine, Holger, Sascha, Martin)

Besondere Herausforderung für Murat trotz gewissenhafter Vorbereitung

All das trifft jedoch nicht auf BSG-Mitglied Murat zu. Mit dem Radsport hat er erst vor 2 Jahren angefangen. Auch hat er auf seiner Wertungskarte noch nicht einmal die 25 Punkte erreicht, die ihm eine Auszeichnung bei der RTF-Jahreswertung 2017 sichern könnten. Trotzdem hat er sich die große 2 als Höhepunkt der Saison 2017 auf die To-Do Liste gesetzt. Zur Vorbereitung pendelte er täglich mit dem Rad zur Arbeit, nahm ab und zu am Vereinstraining teil, setzte auf ein neues Rennrad, Informationen von den gestandenen Marathonis und auf die Gewissheit, als Teil eines Teams das Ziel zu erreichen. Wird diese Herangehensweise erfolgreich sein?

Im geschlossenen Feld zügig unterwegs

Pünktlich um 8:00 Uhr ging es dann los. Schnell bildete sich um uns BSG-ler eine größeres Feld. Und dieser Vorgang wiederholte sich regelmäßig. Die meisten Fahrer beteiligten sich lobenswerterweise an der Führungsarbeit, so dass sich das Tempo meist zwischen 30 - 35 km/h einpendelte.

Eine typische Szene: (vlnr) Nadine hatte es zu Beginn eilig und machte ordentlich Tempo. Martin, Holger, Murat, Alex folgen. Sascha und Alain sind auch dabei, aber verdeckt.

Einsatz in Steinstücken: Auch an der Kontrolle 1 sah man rot

Das Team der BSG bestand nicht nur aus Fahrern: An der Kontrolle 1 in Steinstücken empfingen uns (vlnr) Helmut, Katrin und Liman und kümmerten sich um Stempel, Verpflegung und gute Laune.

In Schönow war die Hälfte der Strecke geschafft

Durch den neuen Startort im Süden waren der „Col de Willi“ und der nervige Spandau-Falkensee-Stopp-an-Go-Ampelsprint-Abschnitt passiert, als der Verkehr sich noch in Grenzen hielt.

Immer dabei und keineswegs zurückhaltend: Murat. Ihm ging es auf den ersten 100 km sichtlich gut. Das hatten wir erwartet. An der dritten Verpflegungsstelle in Schönow, für deren Betreuung der RV Möwe Britz kurzfristig eingesprungen war, hatte auch er zumindest die Hälfte der Strecke geschafft. Zwar machte er sich keine Sorgen, wir aber waren uns, ganz ehrlich gesagt, nicht ganz so sicher.

Schneller Abschnitt bis Hönow

Zwischen der 3. und 4. Kontrollstelle hatten wir einen mit bis zu 42 km/h schnellen Abschnitt über schlechte Straßen hinter uns gebracht, auf dem wir beißen und Kräfte lassen mussten. Murat ging es dennoch unverändert gut, oder täuschte er etwa seine Form nur vor? Oft lassen bei Neulingen spätestens ab 150 km die Kräfte nach. Bei uns stieg die Spannung. Rund 70 km standen noch an.

Wie man sehen kann, war auch nach rund 145 km alles gut. Das RUB-Team der Banker 2017 an Kontrolle 4: (vlnr) Kontrollfahrer Alain, Sascha, Nadine, Holger, Alex, Marathon-Neuling Murat, Martin

Jetzt kann nichts mehr schiefgehen: Völlige Entspannung an der K 5

Letzte Kontrolle bei km 184: Murat entspannte mit den besten Brötchen der Veranstaltung und war tatsächlich weiterhin guter Dinge. Und wir erkannten folgendes: Das zur moderate Arbeitsweg-Pendeln bringt gute Form. Regelmäßigkeit ist das Zauberwort. So erinnern wir uns an Eddy Merckx Trainingsweisheit: „Fahre so viel oder so wenig, so weit oder nicht so weit, wie du willst. Hauptsache du fährst.“

Na gut. Auf den letzten 30 km verlangte uns nervig-starker Gegenwind alles ab. Hier fuhr Sascha unbeirrt vorn, während sich seine wechselnden Führungspartner nacheinander verschlissen und der Rest der Gruppe dahinter nicht viel weniger litt. Kurz nach der BER-Baustelle war es dann endlich soweit: Runterzählen der letzten Kilometer, die 200km-Marke war erreicht. Gratulation des Teams.

Murat hat seine Sache sehr gut durchgezogen, Respekt!

Im Ziel ließen wir es uns wie üblich gut gehen und zogen Fazit: Beste Stimmung, angenehmes Wetter und das Fahren in einer großen Gruppe kennzeichneten den diesjährigen Radmarathon Rund um Berlin. Murat hat seine Sache sehr gut durchgezogen, Respekt! Sascha war wieder eine Klasse für sich. Und wir haben gemeinsam den schnellsten Durchgang eines Sparkassenteams seit 7 Jahren geschafft. Und ich werde ab sofort auch mit dem Rad zur Arbeit fahren. Na, wenn das kein Grund zum Feiern und zur Vorfreude auf 2018 ist!

Schnappschuss im Ziel: Wir feiern Murats 200 und unsere 6 Std 45 min! (vlnr) Alex, Nadine, Alain, Martin, Sascha

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